Die Darmspiegelung (Koloskopie)
Es gibt eine Reihe von Untersuchungsmethoden, die ein Arzt einsetzen kann, um Darmkrebs oder dessen Vorstufen (Dickdarmpolypen) frühzeitig zu erkennen. Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist das beste und sicherste Instrument.
Vorteile
Die Darmspiegelung (Koloskopie) durch den Spezialisten ist das beste und sicherste
Vorsorgeinstrument. Sie ermöglicht nicht nur eine umfassende Diagnose, sondern bietet gleichzeitig
Therapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel das Abtragen von Polypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs)
oder die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) für weitere Laboruntersuchungen. Eine Darmspiegelung
ist risikoarm und lässt sich im Allgemeinen schmerzfrei durchführen. Sie dauert in der Regel ca.
15-20 Minuten.
Durchführung
Der leere Darm wird mit einem dünnen, flexiblen Schlauchsystem, welches mit einer
hochempfindlichen Videokamera ausgerüstet ist, untersucht. Voraussetzung für eine sichere Diagnose
ist ein sauberer Darm. Nur so kann der Arzt auch kleinste Veränderungen der Darmschleimhaut
feststellen. Zur Darmreinigung gibt es spezielle Trinkspüllösungen. Diese wirken abführend und
werden in der Regel am Tag vor der Untersuchung eingenommen. Ein Einlauf, kurz vor der
Untersuchung, ist nur dann notwendig, wenn der Darm nicht restlos entleert ist. Hier kommt es also
auf die gute Vorbereitung und Mitarbeit des Patienten an.
Bei Verwachsungen im Bauchraum (z. B. Knickbildung im Darm) lässt sich durch geeignete
Medikamente Schmerzfreiheit herstellen. Wird bei der Untersuchung ein bereits vorliegender
Darmkrebs gefunden, kann unmittelbar die geeignete Behandlung eingeleitet werden.
Risiken
Das Risiko einer Darmspiegelung kann eine Verletzung des Darms sein. Allerdings kommt das bei
einem geübten Untersucher außerordentlich selten vor (ca. 1:10.000). Beim Abtragen von Polypen kann
es zu einer Blutung kommen. Diese lässt sich im Allgemeinen sicher beherrschen und ist
gleichermaßen selten. Im Vergleich zum Risiko ohne Früherkennung an Darmkrebs zu sterben, sind dies
sehr kleine Risiken. Denn ab dem Alter von 55 Jahren beträgt das Risiko in den nächsten 25 Jahren
an einem Darmkrebs zu sterben 1:33, also eine von 33 Personen stirbt daran.
Kosten
Ab dem 56. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Untersuchung.
Ab dann kann man entweder zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren durchführen lassen oder
alle zwei Jahre einen Papierstreifentest. In Verdachtsfällen, wie zum Beispiel einer erblichen
Belastung oder aber Beschwerden wie Schmerzen, Blutarmut, Änderung der Stuhlgewohnheiten oder
Blutungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten auch vor dem 56. Lebensjahr.
Genehmigung zur Durchführung der Darmspiegelung
Vorsorgedarmspiegelungen dürfen nur von bestimmten Fachärzten durchgeführt werden. Um dafür „
zugelassen“ zu werden, muss ein Arzt mindestens 200 Darmspiegelungen im Jahr durchführen und 50
Polypen abtragen. Zusätzlich muss sich die Praxis jährlich weiteren Kontrollen zur
Qualitätssicherung insbesondere Hygienekontrollen unterziehen. In unserer Praxis werden
Vorsorgedarmspiegelungen angeboten. Nutzen auch Sie die Möglichkeit, diese Untersuchung in unserer
Praxis durchführen zu lassen. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin mit uns!