Bei ca. 25 % der Darmkrebspatienten stellt man in der Familie eine Häufung der Erkrankung fest. Bei
weiteren 5 % der Fälle handelt es sich um heute bereits bekannte erbliche Formen von Dickdarmkrebs,
wie beispielsweise den erblichen Dickdarmkrebs ohne Polyposis (HNPCC) oder die Familiäre
adenomatöse Polyposis (FAP). Mit den folgenden Fragen können Sie selbst herausfinden, ob in Ihrer
Familie ein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung vorliegt.
- Ist bei einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) eine Darmkrebserkrankung
aufgetreten?
- Ist bei einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) ein Darmpolyp (Adenom) vor
dem 50. Lebensjahr aufgetreten?
- Ist in Ihrer Familie bei mindestens drei erstgradigen Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder)
eine der folgenden Krebserkrankungen vor dem 50. Lebensjahr aufgetreten: Darm-, Gebärmutter- oder
Magenkrebs?
So vermeiden Sie Darmkrebs:
Wenn Sie
Frage 1 mit
Ja beantwortet haben und mit dem an Darmkrebs erkrankten
Familienmitglied direkt verwandt sind, dann bedeutet dies für Sie selbst, dass Sie ein
erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Sie sollten dann 10
Jahre vor dem Alter, an dem das mit Ihnen verwandte Familienmitglied erkrankte, eine Darmspiegelung
durchführen lassen, spätestens jedoch mit 50 Jahren.
Wenn Sie
Frage 2 mit
Ja beantwortet haben und mit dem an einem Darmpolypen
erkrankten Familienmitglied direkt verwandt sind, dann bedeutet dies für Sie selbst, dass Sie ein
erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Sie sollten dann 10
Jahre vor dem Alter, in dem bei dem mit Ihnen verwandten Familienmitglied ein Darmpolyp auftrat,
eine Darmspiegelung durchführen lassen, spätestens jedoch mit 50 Jahren.
Wenn Sie
Frage 3 mit
Ja beantwortet haben, liegt in ihrer Familie wahrscheinlich
eine erbliche Form von Darmkrebs vor. Wenn Sie mit den an Krebs erkrankten Personen direkt verwandt
sind, haben Sie ein
stark erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung. Sie
sollten sich dann unbedingt von einem Facharzt über geeignete Vorsorgemaßnahmen beraten lassen.
Familien mit erblichem Darmkrebs wird empfohlen, dass alle Mitglieder, die direkt mit den an Krebs
Erkrankten verwandt sind, schon im Alter von 25 Jahren eine Darmspiegelung durchführen und sie in
regelmäßigen Abständen wiederholen lassen.