Zu den häufigsten Untersuchungen gehören eine Ultraschalluntersuchung des Bauches, eine
Röntgenaufnahme des Brustkorbes und eine Blutentnahme. Für die Weiterbehandlung ist eine
Klassifizierung des Tumors hilfreich. Dies geschieht nach dem TNM-System und dient der
Charakterisierung des Krebses (Staging).
TNM ist die Abkürzung für:
- T = Tumor, beschreibt die Ausdehnung des Tumors
- N = Nodus (Lymphknoten), beschreibt den Befall von Lymphknoten
- M = Metastasen, beschreibt, ob Tochtergeschwülste vorhanden sind
Die wichtigsten Abstufungen für die Einteilung des Darmkrebses sind:
- T1 = Der Tumor erstreckt sich nur auf die Darmschleimhaut.
- T2 = Der Tumor erstreckt sich zusätzlich auf die Muskulatur der Darmwand.
- T3 = Der Tumor betrifft auch das Bauchfell oder andere Nachbargewebe.
- T4 = Der Tumor betrifft auch benachbarte Organe.
- N0 = Kein Lymphknotenbefall
- N1 = Der Tumor erfasst ein bis drei benachbarte Lymphknoten.
- N2 = Der Tumor erfasst vier oder mehr benachbarte Lymphknoten.
- M0 = Kein Nachweis von Tochtergeschwülsten.
- M1 = Tochtergeschwülste nachweisbar.
Nach der Klassifizierung kann nun das Stadium des Krebses bestimmt werden und die geeignete
Therapie eingeleitet werden. Wenn der Krebs in einem „frühen“ Stadium ist, besteht eine sehr gute
Heilungschance.
Beispiel:
T
1: Der Tumor erstreckt sich nur auf die Darmschleimhaut
N
0: Kein Lymphknotenbefall
M
0: Kein Nachweis von Tochtergeschwülsten
In diesem Beispiel würde eine Operation in etwa 95% der Fälle zu einer vollständigen Heilung
führen.