Kolorektale Karzinome machen ca. 98% der Darmkrebsfälle aus. In sehr seltenen Fällen
können auch Dünndarm und Anus von der Erkrankung betroffen sein. Jährlich
erkranken in der Bundesrepublik
über 70.000 Menschen an Darmkrebs. Somit ist Darmkrebs bei
Männern und Frauen in Deutschland die häufigste Krebsneuerkrankung. Mit rund
28.000 Sterbefällen pro Jahr ist der Darmkrebs nach dem
Lungenkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache. Die Neuerkrankungen haben in den letzten Jahren
leicht zugenommen. Die Sterberaten sind auf Grund von neuen Operationsmethoden und besseren
Medikamenten rückläufig.
Darmkrebs entsteht in den meisten Fällen aus
Dickdarmpolypen, die zunächst gutartig sind. Es kann bis zu
zehn Jahre dauern, bis ein Polyp bösartig wird und zu einem Tumor entartet. Häufig treten
Beschwerden erst dann auf, wenn ein Tumor bereits gewachsen ist oder auch andere Organe befallen
wurden. Für eine vollständige Heilung ist es dann aber oft zu spät. Bei früh erkanntem Darmkrebs
sind die Heilungschancen jedoch sehr gut.
Obwohl der Darmkrebs jährlich fast eine Kleinstadt auslöscht, werden die angebotenen
Krebsfrüherkennungsprogramme nur unzureichend wahrgenommen.
Beispielsweise nehmen jährlich
weniger als 3% der vorsorgeberechtigten Menschen
eine Darmspiegelung in Anspruch. Die Darmspiegelung ist aber das beste und sicherste
Vorsorge-Instrument, um einen Darmkrebs frühzeitig zu erkennen.
Machen Sie mit! Gehen Sie zur Vorsorgeuntersuchung!